Tagesausflug mit Kapitän Prodomos "Ouzo" inklusive Picknick

Einen unvergesslichen Tag haben die drei zusammen mit Kapitän Ouzo - alias Prodomos Sarris - während einer Bootstour und anschließendem Picknick am Privathäuschen des überall auf Samos bekannten Fischers verlebt.

"Proidi" nimmt gelegentlich einige Urlauber auf seinem kleinen Fischerboot mit, die gerne einmal abseits des teilweise hektischen Treibens in Votsalakia an einen fast unbekannten kleinen Strandstrand relaxen und abschalten wollen.

Vor dem Haus findet meistens ein Picknick statt, das Prodomos' Gäste sich in der kleinen Küche selbst zubereiten können. Für die Kids brät der Chef auch manchmal seine selbst gemachten Kartoffeln, die inzwischen legendären Ruf haben und einfach nur delikat sind.

Sollten Sie Glück beim Angeln gehabt haben, steht sogar Fisch auf der Speisekarte und es ist Ihnen ein köstliches Mittagessen sicher. Für Getränke und Speisen müssen Sie allerdings selbst sorgen; hier gibt es weder Supermarkt noch Strom, dafür jede Menge Erholung!


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Anita schreibt: Wir kommen aus Österreich in der Nähe von Graz und waren das erste mal auf Samos, und das zwei Wochen lang. Gewohnt haben wir im Hotel Kampos-Village in Votsalakia, da für unsere vierjährige Tochter auch etwas dabei sein sollte, was man dort eigentlich gar nicht braucht.

Für sieben Tage mieteten wir ein Motorrad, auf dem wir einen "Großteil" der Insel erkundet haben. Mit Kind in der Mitte. War kein Problem. Wir haben wunderschöne Buchten gefunden, wo wir oft den ganzen Tag alleine waren. Valsamos [Anm.: in der Nähe von Agios Issidoros, kurz vor Drakei] hat mir besonders gut gefallen, vor allem die Taverne dort.

Von Kapitän Ouzo habe ich durch die Site votsalakia.com erfahren, habe mich genau nach den Anweisungen gehalten und das hat super funktioniert.

Ich habe mich vorher sowieso ausführlich über die Insel informiert, damit ja nichts schief gehen kann, da es uns zweimal vorher absolut nicht gefallen hat. Einmal in Kroatien und einmal auf Chalkidiki.

Aber dieses Mal war alles perfekt und diese Site hat uns bei der Auswahl sehr geholfen. Kapitän Ouzo ist sehr zu empfehlen, ebenso die Taverne Nostos am oberen Ortsende von Votsalakia. Drei sehr lustige "Jungs", die das dort führen.


Herzlichen Dank an Anita, die uns freundlicherweise den Kurzbericht und die Fotos zur Verfügung gestellt hat. Für nächstes Jahr ist die Urlaubplanung schon perfekt: Es geht wieder nach Votsalakia. Eine gute Wahl!

Mein Name ist Heiko Schulz; ich bin 29 Jahre alt und komme aus dem "wilden" Süden Deutschlands, besser gesagt aus Heilbronn. Beruflich bin ich als IT-Produktionssystembetreuer bei einem großen Automobilkonzern im Zeichen der vier Ringe tätig.

Ich bin bereits seit vielen Jahren ein großer Samos-Fan. Die ersten beiden Male ('98 und '99), als ich mit meiner Freundin den Urlaub auf Samos verbrachte, war ich als normaler Badetourist Ende August, Anfang September zu Gast auf der Insel.

Schon damals keimte in mir der Gedanke, die Insel auch einmal als Wanderer zu erobern und den Aufstieg auf den Kerkis zu bewältigen. Vergangenes Jahr (2005) sollte dieser Traum dann fast wahr werden.

Zwar waren ein Freund und ich zum Wandern auf der Insel unterwegs, doch an dem Tag, als wir den Aufstieg zum Kerkis-Gipfel (Vigla) planten, schwenkte das Wetter um und eine dichte Wolkendecke verhüllte den Gipfel.

An einen Aufstieg war nun unmöglich zu denken. Da auch die Heimreise näher rückte, mussten wir unser Vorhaben wohl oder übel verschieben.


Dieses Jahr habe ich dieses Ziel aber in der ersten Maiwoche erneut in Angriff genommen und mit einem anderen Freund und Kollegen (Werner) die Insel erneut besucht. Dieses Mal waren wir mit der Erstürmung des Berges erfolgreich. Zunächst aber möchte ich Euch noch ein paar andere Eindrücke dieser Insel vermitteln.

Gewohnt haben wir, wie auch im vergangenen Jahr im Ort Votsalakia, der - wenn man es genau nimmt - eigentlich Kampos heißt. Votsalakia ist eigentlich eine Taverne bzw. ein Hotel um welches sich Ende der 60-iger Jahre bis heute der Ort gebildet hat und nun auch in den meisten Katalogen als solcher geführt wird. In diesem Hotel waren wir auch dieses Jahr wieder untergebracht.

Das Hotel wird recht familiär geführt und neben Englisch wird auch Deutsch an der Rezeption gesprochen. Das Personal ist superfreundlich und das Essen, welches man in der zum Hotel gehörenden Taverne angeboten bekommt, ist super lecker.

Unsere erste Wanderung ließen wir etwas langsamer angehen und wanderten in die - in der Nähe von Votsalakia gelegene - Pythagoras Höhle. Diese erreichten wir nach ca. 1,5 Stunden. (Bilder 2.2 - 2.8)

Nach Erklimmen zahlreicher Stufen steht man vor zwei Höhlen, vor dessen Eingängen sich eine kleine Kapelle befindet.

Werner, der relativ neugierig ist, wollte unbedingt gegen alle Bedenken und Einwände meinerseits, in der linken Höhle in den kaminähnlichen schwarzen Abgrund schauen, (Bild 2.6) was absolut lebensgefährlich und leichtsinnig war und auf gar keinen Fall nachgemacht werden sollte!!!


Werner hat auf (Bild 2.7) die Decke des "Kamins" und auf Bild 2.8 den Abgrund fotografiert, welcher sehr tief sein muss. Nachdem wir einen Stein hineingeworfen hatten, haben wir nicht einmal dessen Aufprall gehört.

Die eigentlich Höhle, in der sich der Pythagoras vor dem Tyrannen Polykrates versteckte, ist aber, wie wir erfuhren, noch ein Stück weiter in der Felswand versteckt.

Am nächsten Tag (Mittwoch) mieteten wir uns ein Fahrzeug, um eine Inselrundfahrt zu starten.

Da Werner das erste Mal auf Samos war, bot sich diese Möglichkeit an, um ihm einen ersten Eindruck der Insel zu vermitteln. (Bild 3.1)


Von Votsalakia (Bild 3.2 oder 3.3) aus fuhren wir in Richtung Pythagorion, um dort die alte Burg sowie den Hafen und den Eupalinos Tunnel zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch in Koumaradei und besuchten eine Töpferei. (Bild 3.4 und 3.5)Anschließend besuchten wir das Kloster Timiou Stavrou (Bild 3.6). Nach einem kurzen Aufenthalt im Kloster ging es auch schon weiter in Richtung Pythagorion, wir machten noch einen kleinen Abstecher nach Ireon und bestaunten die Überreste des Hera Tempel. (Bild 3.7 und 3.8)

Als nächstes Ziel war der Tunnel des Eupalinos geplant, welcher ein absolutes Highlight der Insel ist. Doch leider ist der Tunnel momentan geschlossen, da scheinbar vor einigen Monaten ein stärkeres Erdbeben auf Samos war und der Tunnel nun erst wieder auf Sicherheit geprüft werden muss. (Bild 3.9)


Nachdem wir die Burg von Pythagorion besichtigt hatten, (Bilder 4 und 4.1) beschlossen wir unsere Mittagspause im Hafen zu verbringen und dort eine Kleinigkeit zu essen. Nach dem Mittagessen im Hafen (Bilder 4.2 bis 4.6) ging es weiter in Richtung Samos Stadt. Unterwegs entdeckten wir bei Mytilini einen LIDL Markt. (Bild 4.7)

In Samos Stadt (Bild 4.8) legten wir nur einen kurzen Zwischenstopp ein. Von hier fuhren wir weiter in Richtung Potami, um unterwegs noch einen kurzen Abstecher ins Tal der Nachtigallen zu machen und um uns eine kleine Kaffeepause im Hafen von Kokkari zu gönnen.


(Bild 4.9)

Als wir am späten Nachmittag Potami erreichten, stand die Sonne schon wieder recht tief am Himmel. (Bilder 5.0 und 5.2, 5.3, 5.4)

Dennoch folgten wir dem Bachbett bis zu der Stelle, wo es trockenen Fußes nicht mehr weitergeht. Werner wagte sich ein wenig weiter, zog kurzerhand seine Schuhe aus und stieg in das Bachbett. Als das Wasser aber immer tiefer wurde und ihm ein 50 cm langer Aal begegnete machte auch er dann kehrt.


Am Eingang des Potami Tals steht eine uralte Kirche (Bild 5.1), hinter dieser geht ein Weg ein Stück weit den Berg hinauf zu einer Ruine eines alten Byzantinischen Kastells. Viel zu beschauen gibt es da oben zwar nicht mehr, aber wir konnten von dieser Anhöhe aus einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. (Bilder 5.5 bis 5.8)

Den nächsten Tag ließen wir etwas ruhiger angehen und wanderten von Votsalakia aus in Richtung Paleochori. Um die Serpentinen in der Nähe von Agia Kyriaki ein wenig zu umgehen, wanderten wir ein Stück weit querfeldein,was aufgrund einiger Dornenbüsche nicht immer ganz einfach war. (Bilder 6.0 bis 6.5)


Den Freitag nutzen wir nochmals zum kräftigen entspannen und zum vorbereiten auf unser größeres Vorhaben, dem erklimmen des Kerkis Gipfel.

Am Samstag war es dann endlich soweit. Morgens um 9 Uhr traten wir vom Hotel aus den Weg zum Kerkis Gipfel an. In dieser Jahreszeit ist es durchaus noch möglich, erst so spät zu starten. (Bilder 7.0 und 7.1)

In den Sommermonaten jedoch ist die Besteigung des Gipfels nicht sehr ratsam und auch die Wanderung ins Kloster Evangelistrias sollte man in dieser Jahreszeit möglichst früh morgens starten, so dass man spätestens in der heißen Mittagssonne wieder im Tal ist.


Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir das Kloster. (Bild 7.2 und 7.3) Der Weg dorthin ist relativ steil, steinig und wird mit der Zeit immer schmaler, was aber nichts im Vergleich zu dem war, was uns noch erwartete.

Das Kloster wird von zwei sehr alten Nonnen bewohnt, welche sich über den recht seltenen Besuch von Wanderern freuen. Bis ins Kloster habe ich es bereits das vierte Mal geschafft, nur der Gipfel ist mir bisher immer verwährt geblieben. Stets wurde ich immer sehr freundlich von den Nonnen empfangen und immer gab es eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines Apfels oder einer Süßigkeit. Man sollte eventuell auch eine kleine Spende in der Kapelle zurücklassen, in welche man geführt wird. Auch freuen sich die Nonnen über Kekse oder Schokolade.

Man hat bereits vom Kloster schon eine hervorragende Aussicht, jedoch sollte man nicht allzu lange dort verweilen, denn ab hier hat man noch nicht einmal die Hälfte des Weges zurückgelegt. Hinter dem Kloster (Bild 7.4) führt der Weg dann noch ein Stückweit durch ein Wäldchen bevor es dann endgültig durch größere Geröllwüsten (Bild 7.9) weitergeht, bei welchen jeder Schritt sitzen muss. Ab hier herrschen dann auch alpine Verhältnisse. Für normale Wanderer, die nicht schwindelfrei sind, sollte hier Schluss sein. (Bild 7.5 und 7.6)

Auf gar keinen Fall sollte man alleine auf den Gipfel steigen und vor allem sollte man immer genügend Wasservorrat dabei haben. (Bild 7.7)

Größtenteils ist der Weg durch rote Punkte oder kleiner Steinhaufen markiert, nach welchen man sich auch orientieren sollte. Ich hätte es zwar vorher nie für möglich gehalten aber es besteht tatsächlich die Gefahr, dass man sich da oben verlaufen kann, da alles wirklich gleich aussieht und allein die Tatsache, dass es überall Schluchten, Felsspalten und Abgründe gibt, macht die Geschichte dann nicht ganz ungefährlich.

So ca. 45 Minuten nachdem wir das Kloster verlassen wurde der Weg wieder etwas angenehmer und wo ich eigentlich nur karge Felsen und Geröll erwartet hätte, zeigten sich grüne Wiesen mit unterschiedlichsten blühenden Blumen. (Bild 8.2)

Wieder ca. 30 Minuten später erreichten wir die Profitis Ilias Kapelle, zu welcher auch zwei Räume gehören die als Notunterkunft dienen sollen, falls man doch einmal vom Wetter überrascht wird. Die beiden Räume jedoch sind in einem sehr desolaten Zustand…

(Bilder 8.0, 8.1, 8.6, 8.7)

Wir hielten uns nicht lange an der Ilias Kapelle auf sondern setzten unsere Tour gleich weiter fort. Eine gute Stunde nach dem wir die Kapelle verlassen hatten erreichten wir endlich den Gipfel. Auf dem Weg dorthin kommt man noch an einer kleinen Quelle vorbei an welcher man sich erfrischen kann.

Allerdings war auch kurz nach der Quelle wieder Schluss mit dem normalen Weg. Wir verließen nun endgültig die grüne Vegetation. Der Weg wurde wieder steil und abermals führte er uns durch eine Geröllwüste (Bild 8.3), doch die Aussicht, welche wir vom Gipfel hatten, war absolut gigantisch und unvergesslich und entschädigte uns für alle Strapazen. (Bilder 8.4 und 8.5)

Auf dem Rückweg machten wir keine Rast mehr so dass wir nach ca. 3 Stunden und 45 Minuten wieder im Tal waren.

Abends gönnten wir uns nach einer ausgiebigen Dusche, ein leckeres Essen in der Taverne Votsalakia.

 

Da unser letzter Tag auf Samos bevorstand überlegten wir uns, wie wir diesen am sinnvollsten nutzen könnten.

Wir beschlossen, uns nochmals einen Mietwagen zu nehmen und nochmals die Westküste bis nach Drakei entlang zu fahren um uns die schönen Buchten und Strände auf dem Weg dorthin anzuschauen. In Drakei angekommen schauten wir einem Bootsbauer noch etwas über die Schulter. (Bilder 9.0 bis 9.6)

 

 

 

 

 

 

Am Abend fuhren wir noch nach Platanos, eines der höchst gelegen Dörfer der Insel.

Um den Sonnenuntergang von dort zu beobachten. (Bilder 9.7 und 9.8)

 

Langsam aber sicher ging dann auch dieser kurze aber wieder sehr schöne Urlaub zu Ende….

 

Aber wenn die Götter es wollen…,

so gibt es vielleicht ein Wiedersehen mit Samos.