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Donnerstag, 10. April 2003

Erdbeben in Westtürkei

Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat am Donnerstagmorgen die westtürkische Stadt Izmir und umliegende Orte erschüttert. Tote gab es nach Angaben der Behörden nicht. Einige Menschen verletzten sich, als sie in Panik aus Häusern sprangen.

Etwa 100 Menschen seien mit Sprungverletzungen oder Kreislaufproblemen in Krankenhäuser gekommen, teilte der Provinzgouverneur Yusuf Ziya Göksu mit. Das Beben, das sich gegen 2.40 Uhr ereignete, hatte die Menschen aus dem Schlaf gerissen.

In dem Dorf Seferihisar hätten die Bewohner die Nacht aus Angst im Freien verbracht, nachdem die Wand eines Hauses eingestürzt war, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Auch in Izmir waren zahlreiche Menschen ins Freie geströmt und hatten mit ihren Autos Parkplätze und unbebaute Flächen aufgesucht. Das Zentrum des Bebens lag etwa 25 Kilometer westlich von Izmir in der Ortschaft Urla.

Das Beben erschütterte auch die griechische Insel Samos. Nach Angaben des seismologischen Instituts in Athen lag das Epizentrum des Erdstoßes der Stärke 5,2 auf der Richterskala rund 267 Kilometer südöstlich von Athen unter dem Meeresboden zwischen der Insel Samos und der türkischen Ägäisküste bei Kusadasi.

Verletzte oder Schäden wurden der griechischen Polizei nicht gemeldet.

[11.04.] Entwarnung aus Samos: Laut unserer Quellen hat es keine Schäden oder gar Verletzte dort gegeben. Einige Bewohner haben die Erdstöße bemerkt; von anderen wird berichtet, sie hätten sie nicht mal registriert. Offenbar spielte sich die ganze Geschichte gottlob doch relativ weit weg von Samos im Meer ab!